Der Eindringling   

Der Eindringling nach Maurice Maeterlinck,
mulitmedialer Parcours für einen Gast
2005

Idee und Realisation: Arved Schultze und Steffi Wurster
mit Jürgen A. Verch, Sarah-Lou Lotz und Paula Haase

PLATEAUX - Neue Positionen darstellender Kunst 2005, Mousonturm Frankfurt
Projektförderung FONDS DARSTELLENDE KÜNSTE

Der Eindringling based on the work by Maurice Maeterlinck (orig. L’Intruse/eng. The Intruder),
a multimedia parcours for one visitor
2005

Idea and realization: Arved Schultze and Steffi Wurster
in co-operation with Jürgen A. Verch, Sarah-Lou Lotz and Paula Haase

PLATEAUX – New positions in performing arts 2005, Mousonturm Frankfurt.
Project sponsorship: FONDS DARSTELLENDE KÜNSTE


Das Besondere an Maeterlincks Drama ist die metaphorische Darstellung eines todbringenden, verändernden Prinzip, das unsichtbar bleibt und nur durch seine Wirkung präsent ist – ähnlich dem „Etwas“, das in Lost Highway in eine Wohnung eindringt und die schlafenden Bewohner auf Video aufzeichnet.
In der szenischen Installation „Der Eindringling“ wird dieses Prinzip nicht über das traditionelle Zuschauer-Darsteller-Verhältnis erzählt, sondern indem dem Besucher selbst die Perspektive des Eindringlings zugeordnet wird. Er erlebt den ersten Teil der Erzählung als Video aus der Position des sich nahenden Todes. Die Kamera (visuelle Perspektive) bewegt sich durch den Garten, die Kellertür und über die Treppe bis zum Schlafzimmer. Der Zuschauer hört dabei das Gespräch des alten Mannes mit den Familienmitgliedern, die den nahenden Tod spüren.


The unusual thing about Maeterlinck’s drama is the metaphorical representation of a principle that brings change and death, but remains invisible and only becomes tangible through the effects that it has on its surroundings– similar to the mysterious “something” in David Lynch’s Lost Highway, which enters an apartment and records its sleeping inhabitants on video.
In the staged installation Der Eindringling this principle is not narrated via the usual spectator-actor relationship. Instead the viewer is given the perspective of the intruder, experiencing the first part of the story from the viewpoint of death as it approaches. The camera (visual perspective) moves through the garden, the cellar door and up the staircase into the bedroom. The viewers hear the conversation of the old man with the other family members who sense death approaching.

Im Anschluss wird der Zuschauer auf den Weg geschickt, den er bereits aus dem Video kennt. Er reproduziert, was er gesehen hat und wird so selbst zum Eindringling. Über die Außenwendeltreppe gelangt er in den 5.Stock des Mousonturms und betritt am Ende eines Flurs die Szene: das Zimmer der kranken Mutter. Dort erlebt er die Fortsetzung des Dramas als Hörspiel und szenische Performance. Über den Lastenaufzug führt die performative Tour den Zuschauer in den Keller, in das Soffittenlager des Theaters, in dem „Der Eindringling“ sein Ende findet.

Ultimately, the spectator is then sent along the same route that s/he knows from the video. S/he reproduces what s/he has seen, thus becoming an intruder in his or her own right. After reaching the fifth floor of the Mousonturm via an outside staircase, s/he enters the scene at the end of the hallway: the bedroom of the sick mother. There s/he experiences a continuation of the drama in the form of an audio drama and stage performance. Via the goods lift, the performative tour takes the spectator down into the cellar into the theatre storeroom where Der Eindringling comes to an end.

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